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Fachhochschule ArtikelEine allgemeine Fachhochschule (kurz "FH") ist eine akademische Bildungseinrichtung (Hochschule) für natur-, sozial-, wirtschaftswissenschaftliche und künstlerische Fächer. Daneben gibt es die besonderen Fachhochschulen für öffentliche Verwaltungen (FHöV).
Buch-Tipp: Einstieg in die Mathematik für Fachhochschulen Sehr hilfreich, aber ab und zu zu knapp Dieses Buch würde ich jedem empfehlen, der in der Schule einen Grundkurs in Mathematik hatte, bzw. bei dem die Schulzeit schon etwas zurück liegt. Das Buch frischt die Grundkentnisse recht gut auf, indem es sozusagen "Back to Basics" nocheinmal ganz von vorne anfängt. Zu jedem Thema gibt es Übungsaufgaben.... | |
Fachhochschulen bilden ihre Studenten anwendungsorientierter (auf wissenschaftlicher Grundlage) aus als zu dem Beispiel Universitäten. Der Studienbetrieb an Fachhochschulen orientiert sich in erster Linie an der Wissensvermittlung; Forschung bzw. Wissen schaffen hat eine weniger gewichtige, wenn auch wichtiger werdende Rolle. Fachhochschulen sind allerdings besonders bemüht um einen Wissenstransfer - vor allem in dem Technologiebereich - zur Wirtschaft (zum Beispiel in Technologietransferzentren/-instituten, die FHs angegliedert sind).
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Da die Fachhochschulen wie die Universitäten über ein breitgefächertes Studienangebot verfügen, benutzen sie seit einigen Jahren die englische Zusatzbezeichnung "University of Applied Sciences", übersetzt: "Universität für angewandte Wissenschaften". In einigen Bundesländern, z.B. Baden-Württemberg werden die Fachhochschulen ab 2005 folgerichtig in "Hochschule für ..." (und dann Nennung der jeweiligen Fachrichtungen, z.B. Technik, Wirtschaft, Design etc.) umbenannt. Der Begriff der "wissenschaftlichen Hochschulen" (mit dem Universitäten und andere Hochschulen mit Promotionsrecht gemeint sind) als Abgrenzung zu den Fachhochschulen soll künftig in dem hochschulpolitischen Sprachgebrauch unterbleiben, da dies impliziert, dass es auch "unwissenschaftliche" Hochschulen gibt.
Das Studium an einer deutschen Fachhochschule setzt in der Regel zusätzlich zu dem Abitur (allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife) oder der Fachhochschulreife ein fachbezogenes Vorpraktikum voraus. Eine fachspezifische Berufsausbildung oder ein einjähriges Praktikum in dem Rahmen der Fachhochschulreife wird üblicherweise als Praktikum anerkannt.
Fachhochschulen verleihen an ihre Absolventen seit 1980 (Hochschulrahmengesetz von 1973) akademische Grade in Form eines Diploms mit Angabe der Fachrichtung (zum Beispiel Diplom-Ingenieur, -Kaufmann/ Betriebswirt, Sozialarbeiter, und so weiter.); seit 1987 mit dem Zusatz "FH" (zum Beispiel Diplom-Betriebswirt (FH)). Wobei der Zusatz auch nach 1987 eine Zeit lang nicht in allen Bundesländern (z.B. NRW) vergeben wurde.
Das Studium zu dem Fachhochschul-Diplom kann in der Regelstudienzeit von acht (neun) Semestern absolviert werden. In dem Studium enthalten sind ein oder zwei Praxissemester .
Durch die Einrichtung neuerer, vergleichbarer Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten bieten Fachhochschulen und wissenschaftliche Hochschulen (wie Universitäten) erstmals vergleichbare Studienabschlüsse an; in Deutschland in der anglikanisierten Form eines Bachelor und Master; in Österreich und Schweiz in der altdeutschen beziehungsweise lateinischen Form eines "Bakkalaureat (der Absolvent darf sich dann als Bakkalaureus beziehungsweise Bakkalaurea nennen).
Im Gegensatz zu Universitäten besitzen Fachhochschulen kein eigenständiges Promotions- und Habilitationsrecht. Eine Promotion ist derzeit (2004) für FH-Absolventen ca. an einer Universität möglich, wobei Professoren der FH (i.d.R. solche, die eine Promotion nachweisen können) als Gutachter agieren können.
Bezüglich des Bachelor beziehungsweise Bakkalaureat-Abschlusses sind die FH-Absolventen und die Universitäts-Absolventen (rechtlich) gleichgestellt. Bei einer Beschäftigung in dem öffentlichen Dienst (Staat oder Kommune) erfolgt die Regeleinstufung in den gehobenen Dienst. Beim Master ist es üblich, Uni-Absolventen generell, FH-Absolventen ca. bei Akkreditierung des eigenen Studiengangs beim Staat in den höheren Dienst einzustellen.
Bis etwa 2000, je nach Bundesland und Hochschule, war das Diplom (FH) der traditionelle Abschluss der Fachhochschulen; einige FH-Studiengänge bieten seit einiger Zeit ca. noch Bachelor- und/oder Masterstudiengänge an.
Die Größe deutscher Fachhochschulen variiert stark, von einigen hundert Studierenden pro Fachhochschule bis zu 18 Tausend Studierenden (FH Köln Stand 2004). Bei den staatlichen Fachhochschulen zeichnet sich aufgrund von Sparmaßnahmen ein Trend zur Zusammenlegung kleinerer Fachhochschulen ab.
Buch-Tipp: Mathematik II. Lehrbuch für Fachhochschulen einfache Einfuerung Das zweibändige Werk Mathematik Lehrbuch für Fachhochschulen richtet sich an Studenten und Dozenten der technischen Fachrichtungen an Fachhochschulen. Durch die ausführliche Darstellung eignet sich dieses Buch auch zu dem Selbststudium. In dem ersten Teil des Buches werden Folgen und Reihen behandelt einen Schwerpunkt bilden hier... |
Historie der Fachhochschulen | |
Die ersten Fachhochschulen gingen in den frühen 1970er Jahren (neu geschaffenes Hochschulrahmengesetz 1973) aus den Ingenieurschulen und aus Höheren Fachschulen (zum Beispiel für BWL oder Sozialpädagogik) hervor. Die Absolventen der Ingenieursschulen nannten sich bis Mitte der 1960er Jahre ca. Ingenieur i. V. mit der jeweiligen Fachrichtung; später (ab etwa 1967) wurde ihnen als Abschluß die staatliche Nennung Ing. (grad.) (graduierter Ingenieur) verliehen.
Dem FH-Absolventen wurde dagegen (bis 1977/1978, je nach Bundesland) der Abschlußtitel als akademischer Grad verliehen und ab 1977/1978 (je nach Bundesland und Landeshochschulgesetz) als Diplom. Seit Mitte der 1990er Jahre mit dem Zusatz "FH".
Manche Fachhochschulstudiengänge ermöglichen ein Studium neben der Berufstätigkeit.
Buch-Tipp: Mathematik für Fachhochschulen Umfassendes Werk mit vielen Beispielen und Übungen Finde das Buch super, da auf knapp 800 Seiten alle Themen meines Informatikstudiums an einer FH beinhaltet sind. |
Liste aller bundesdeutschen Fachhochschulen | |
Legende
FH = Fachhochschule
HS = Hochschule
EFH = Evangelische Fachhochschule
FHTW = Fachhochschule für Technik und Wirtschaft
FHVR = Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege
HAW = Hochschule für Angewandte Wissenschaften
HTW = Hochschule für Technik und Wirtschaft
HTWK = Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur
KFH = Katholische Fachhochschule
RFH = Rheinische Fachhochschule
TFH = Technische Fachhochschule
PFFH = Private Fern-Fachhochschule
PFH = Private Fachhochschule
Siehe auch:
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Siehe auch:
Beurteilung: Dieser Artikel stellt ca. die Situation in Deutschland dar. Es fehlen noch allgemeine Definitionen und/oder Informationen zu anderen (deutschsprachigen) Ländern.
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